Gesundheitsinfos Sonnenschutz (Übersicht) Sonnenlicht
 
 
Gesundheitsinfos von Ihrer Adler-Apotheke
 
Sonnenschutz: Sonnenlicht und seine Folgen
 
>Aufbau und Wirkung des Sonnenlichtes
 

Sonnenlicht setzt sich aus langwelligen Wärmestrahlen (= Infrarot Strahlung), sichtbarem Licht sowie kurzwelliger Ultraviolett-(UV)-Strahlung zusammen. Letzere wird in UV-A und besonders kurzwellige UV-B Strahlung unterteilt. Im Prinzip kann jeder Lichtstrahl die Haut schädigen. Die Gefährlichkeit wächst jedoch mit dem Anteil an kurzwelligem Licht.

Die Zusammensetzung des Lichts hängt vom Einfallswinkel der Sonnenstrahlung und der Tageszeit ab: in der Nähe des Äquators sowie 2 Stunden vor und nach dem Sonnenhöchststand am Mittag ist der Anteil kurzwelliger Strahlung am höchsten und damit ist auch unsere Haut stärker gefährdet.

 
>UV-B-Strahlen (Wellenlänge 280-315 nm)
 

UV-StrahlenDie sehr kurzwelligen und energiereichen UV-B-Strahlen treffen vor allem auf die oberen Hautzellen. Hier spielen sie eine wichtige Rolle für die Bildung von Vitamin D und für die Hautbräunung durch verzögerte Pigmentierung.

Allerdings haben UV-B-Strahlung auch Ihre "Schattenseiten": sie erzeugen in den oberen Hautschichten aggressive chemische Verbindungen, die sogenannten freien Radikale. Diesen hochaktiven Sauerstoffverbindungen fehlt ein Elektron. Deshalb versuchen sie, anderen Molekülen Elektronen zu entreißen. Dabei schädigen sie Zellmembranen oder sogar die Erbsubstanz im Zellkern.

Kleinere Verletzungen kann der Körper mit speziellen Mechanismen über Nacht reparieren. Hat Ihre Haut jedoch - z.B. beim ungeduldigen „Grillen“ im Sommerurlaub - keine Zeit, diese natürliche Schutzvorrichtungen zu mobilisieren, entstehen dadurch Verbrennungen ersten Grades: der Sonnenbrand. Rötung, Quaddelbildung, Blasen, Schmerz und Juckreiz sind deutliche Zeichen der entzündlichen Reaktion. Ist keine Reparatur möglich, sterben die geschädigten Hautpartien ab und werden abgestoßen. So wird Ihr Körper mit den Schuppen auch das schadhafte Erbmaterial los

Ist das Reparatursystem durch wiederholte Sonnenbäder chronisch überlastet schleichen sich beim Ausbessern der Schäden Fehler ein; im extremsten Fall entwickelt sich Hautkrebs.

 
 
>UV-A-Strahlen (Wellenlänge 315-400 nm)
 

Die langwelligeren, energieärmeren UV-A-Strahlen gelangen in die tieferen Hautschichten. Hier führen Sie zu einer Sofort- als auch zu einer verzögerten Pigmentierung und damit zu einer Braunfärbung der Haut.

Allerdings schädigen UV-A-Strahlen in den tiefen Hautschichten langfristig und irreversibel die Kollagenfasern, so dass diese mit der Zeit ihre Elastizität und ihr Wasserbindungsvermögen einbüßen. Die Wärmestrahlung der Sonne (=Infrarot-Strahlung, siehe unten) schädigt die Haut zusätzlich, indem sie Feuchtigkeit entzieht. Schwitzen verstärkt diesen Effekt noch. Denn mit dem Schweiß entweichen natürliche Feuchthaltesubstanzen aus der Haut. Folge: Die Haut verliert ihre Festigkeit, wird faltig und schlaff. Zusammen mit den freien Radikalen fördert das die beschleunigte, lichtbedingte Hautalterung (englisch: „photoaging“).

Wie die UV-B-Strahlen, so begünstigen auch UV-A-Strahlen die Entstehung bösartiger Tumoren. Außerdem gehen fotoallergischen Reaktionen wie Sonnenallergie (Mallorca-Akne) auf ihr Konto.

 
 
>Sichtbares Licht (Wellenlänge 400-780 nm)
 

Das sichtbare Licht trägt nur in geringem Maße zu Hautschäden bei

 
 
>Infrarot-Strahlung (IR, Wellenlänge 780-5000 nm)
 

Infrarot-Strahlung führt durch Abgabe von Wärmeenergie zu einer Erweiterung der Blutgefäße in der Haut. Die vom Blut aufgenommene und in das Körperinnere weitergeleitete Wärme kann je nach Intensität und Hautpigmentierung die Temperatur des Körpers erhöhen. Dies kann unter Umständen zu einem Hitzschlag mit tödlichem Ausgang führen.

 
 

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Sonnenschutz-Übersichtsseite
zurück zur Startseite
 
 
 
Die Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden. Der Inhalt dieser Seite kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen. Siehe auch Nutzungsbedingungen