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Sonnenschutz: Schutzmechanismen unserer Haut
 
>Wie schützt sich unserer Haut gegen die aggressiven UV-Strahlung?
 

Unsere Haut kennt verschiedene Möglichkeiten, um sich gegen die kurzwelligen Bestandteile des Sonnenlichtes zu schützen:

>Hautbräunung
 

Bräunung ist nichts anderes als eine verzweifelte Abwehrreaktion der Haut auf zu viel UV-Strahlung. Für die Bräunung sind die Pigment bildenden Zellen in der Oberhaut zuständig, die sogenannten Melanozyten.

 
Treffen Sonnenstrahlen auf die Haut, beginnen die Pigmentzellen mit der Produktion des braunen Hautfarbstoffs Melanin. Diesen packen sie in kleine Kappen, die Walnuss-Schalen ähneln, und befördern ihn in die Zellen der Oberhaut. Dort legt sich das Pigment Melanin wie ein kleiner Sonnenschirm über den Zellkern, in dem sich unserer Erbsubstanz - die DNA - befindet. Auf diese Weise fängt Melanin einen Teil der Strahlen ab und bewahrt unserer Erbsubstanz vor weiteren Schäden.
 
Diese Schutzwirkung ist allerdings begrenzt: je nach Pigmentzusammensetzung und Lichttyp hat sie einen Lichtschutzfaktor (LSF) von 2 bis 4 - das heißt die Eigenschutzzeit der Haut verlängert sich um das zwei- bis vierfache. Manche Menschen pigmentieren überhaupt nicht und bauen folglich keinen Eigenschutz auf.
 
>Verdickung der Haut
 

Unter dem andauernden Einfluss der UV-B-Strahlung produzieren geschädigte Zellen Botenstoffe wie Zytokine, Lymphokine und Interferone. Diese Botenstoffe sind eine Art Hilfeschrei der Zellen. Damit locken sie andere Zellen herbei und regen die Basalzellschicht an, durch erhöhte Teilungsaktivität die oberste Hautschicht zu verdicken. Diese verdickte Hautschicht bezeichnet man auch als "Lichtschwiele".

 

Um die schützende Hautverdickung aufzubauen, dürfen Sie nie zu lange in der Sonne bleiben, so dass sich die Haut nicht rötet. Von Tag zu Tag können Sie sich dann etwas länger der Sonnenstrahlung aussetzen. Nach 2-3 Wochen ist die Lichtschwiele dann optimal ausgebildet und trägt mit einen Lichtschutzfaktor (LSF) von maximal 4 zum Hautschutz bei.

 
 
>Körpereigenes Reparatursystem
 

Halten sich die Attacken der UV-Strahlung in Grenzen, können unsere Hautzellen ihre geschädigte Erbsubstanz (=DNA) selbst reparieren: das Enzym Endonuklease öffnet den DNA-Doppelstrang nahe der schadhaften Stelle. Daraufhin tritt ein weiteres Enzym in Aktion, die so genannte Exonuklease. Sie schneidet das schadhafte Teilstück aus der Erbsubstanz heraus. Danach ersetzen die Zellen die fehlenden Bausteine durch neue und verschließen die Stelle enzymatisch.

 

Massive Schäden - etwa durch einen Sonnenbrand - überfordern jedoch dieses Reparatur-System. Dadurch schleichen sich beim Ausbessern der Schäden Fehler ein; im extremsten Fall entwickelt sich Hautkrebs.

 
 
 
>Vorsicht trotz natürlichem Schutz
 
Wenn der natürliche Hautschutz durch Bräunung und Verdickung nach etwa 14 Tagen voll ausgeprägt ist, können Sie zwar länger in der Sonne bleiben, doch das heißt nicht, dass Sie damit total geschützt sind. Ohne weiteren Sonnenschutz können Sie sich höchstens 40-50 Minuten in der Sonne aufhalten. Wer länger bleibt, riskiert trotz seiner Bräune schwere Schäden
Deshalb auch nach dem Urlaub unbedingt vor UV-Strahlen schützen!!
 
 
Weitere Informationen finden Sie auf der Sonnenschutz-Übersichtsseite
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