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Pflege Information: Wund liegen  
 
>Wund liegen - das Druckgeschwür als Folge der Bettlägerigkeit

KrankenbettEine gefürchtete Folgeerkrankung der Bettlägerigkeit ist das Wund liegen, in der Medizin auch Druckgeschwür oder Dekubitus genannt. Das Wund liegen entsteht durch eine anhaltende Druckbelastung und das Wirken von Scherkräften auf das Gewebe mit der Folge der Minderdurchblutung der entsprechenden Region.

 
 
>Stadien und Zeichen des Wundliegens

Das Druckgeschwür stellt sich in unterschiedlichen Stadien dar. Die Rötung (Stadium 1), eine Blase oder ein kleiner Hautdefekt (Stadium 2), eine begrenzte Wunde (Stadium 3) oder eine großflächige Wunde (Stadium 4) können als Zeichen auftreten. Wenn Sie diese Zeichen bei Ihrem Angehörigen erkennen, unterrichten Sie bitte umgehend Ihren Arzt.

 
 
> Vorbeugung gegen "Wund liegen"

Als effektivste Maßnahme zur Verhinderung des Wundliegens gilt die Verkürzung der Druckbelastung durch Mobilisation und Umlagerung des Pflegebedürftigen, aber auch Ernährung und Hautpflege spielen eine wichtige Rolle

Mobilisation: Die Mobilisation erfolgt über das regelmäßige Heraussetzen aus dem Bett. Haltegurte und Rutschhilfen können die Mobilisation vereinfachen.
Umlagerung: Bei der Umlagerung zur Vermeidung des Wundliegens haben sich insbesondere die 30°- und die 135°- Lagerung als effektiv erwiesen. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit der Maßnahmen. Ein Intervall von zwei Stunden oder kürzer (je nach Konstitution des Betroffenen) wird hierbei empfohlen. Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Ernährung: Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Dekubitusvermeidung und -behandlung. Empfohlen wird eine ausgewogene, eiweißreiche Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Eine gezielte Zufuhr von Mineralstoffen und Vitaminen ist ebenfalls empfehlenswert.
Hautpflege: Die ersten Zeichen des Druckgeschwürs (Rötung) sind an der Haut festzustellen. Insofern kommt der regelmäßigen Inspektion der Haut beim Pflegebedürftigen eine besondere Bedeutung zu. Bei der Hautpflege sollten Mittel, die die Poren verschließen und die Hautatmung behindern, vermieden werden. Hauttyp und Hautzustand spielen bei der Wahl des Hautpflegemittels eine Rolle - wir beraten Sie hierzu gerne.
 
 
> Einsatz von Hilfsmitteln zur Vermeidung von Wunden

Hilfsmittel können, sinnvoll eingesetzt, die Gefahr für die Entstehung eines Druckgeschwürs verringern, das Umlagerungsintervall verlängern und damit die Pflege vereinfachen. Auch das Auftreten von Scherkräften durch Herunterrutschen im Bett kann durch Hilfsmittel verringert werden. Die Hilfsmittel müssen sorgfältig auf die Situation der Pflegebedürftigen angepasst werden.

 
 

>Risikoeinschätzung & Behandlung des Druckgeschwürs

Zur Beurteilung der individuellen Gefahr des Wundliegens kommen in der Pflege Risikoskalen zum Einsatz. Durch Bewertung einzelner Kriterien kann eine Aussage zum individuellen Risikoprofil vorgenommen werden. Die Behandlung des Druckgeschwürs ist grundsätzlich Sache des Arztes. Die oben dargestellten Maßnahmen zur Vermeidung sind jedoch ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Behandlung des Druckgeschwürs.

 
 
> Unser Service

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